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  ULTRASCHALLMESSTECHNIKEN FÜR GLASSCHMELZPROZESSE
  Guss der größten Glaskeramik-Monolithen der Welt bei SCHOTT in Mainz: Für das derzeit größte terrestrische Spiegelteleskop der Welt, das Very Large Telescope (VLT), entstanden fünf ZERODUR Glaskeramik-Spiegelträger mit einem Durchmesser von 8,2 m. Das Bild zeigt die mit 28 Tonnen und rund 1.000 Grad Celsius heißer Glasschmelze gefüllte, rotierende Gießform.
Abb.: Guss der größten Glaskeramik-Monolithen der Welt bei SCHOTT in Mainz: Für das derzeit größte terrestrische Spiegelteleskop der Welt, das Very Large Telescope (VLT), entstanden fünf ZERODUR Glaskeramik-Spiegelträger mit einem Durchmesser von 8,2 m. Das Bild zeigt die mit 28 Tonnen und rund 1.000 Grad Celsius heißer Glasschmelze gefüllte, rotierende Gießform.

Auf einem Kooperationsforum im November 2000 in München präsentierte Professor Dr. Wolfgang Grill vom Institut für Experimentelle Physik II der Universität Leipzig Methoden und Verfahren der Ultraschallsensorik und -diagnostik, die im Zusammenhang mit Raumfahrtprojekten entwickelt wurden, bei denen es um die gerichtete Erstarrung und Kristallisationsvorgänge in Metalllegierungen und anderen Schmelzen ging. Weitere Aufgabenstellungen waren die ortsaufgelöste Charakterisierung der mechanischen Eigenschaften von Werkstoffen im elastischen Bereich einschließlich bildgebender Verfahren sowie die unmittelbare Beobachtung der chemisch reaktiven Synthese von Zeolithen, die zum Beispiel als Bestandteil von Waschmitteln eingesetzt werden. Bei dieser Synthese wurde auch bei höheren Temperaturen die Viskosität des Synthesefluids während der Reaktionen gemessen.

Unter den Teilnehmern des zuvor genannten Kooperationsforums war auch Schott Glas vertreten. Die präsentierte Ultraschalldiagnostik stieß unmittelbar auf Resonanz. Schon kurz nach dem Treffen wurde mit Vorversuchen begonnen, aus denen sich nachfolgend ein gemeinsames Forschungs- und Entwicklungsvorhaben ergab.

Aufbauend auf den entwickelten Prinzipien für Schwingungssensoren wurden Hochtemperatursensoren zur Online-Bestimmung spezieller Glaseigenschaften entwickelt. Die besonderen Schwierigkeiten lagen zum einen in der erforderlichen großen Dynamik des Messverfahrens, zum anderen in den extremen Umgebungsbedingungen, die während des Glasschmelzprozesses auftreten. Um möglichst frühzeitig in den Produktionsprozess regelnd eingreifen zu können, ist die zuverlässige Messung von Glaseigenschaften bereits während des Schmelzprozesses unabdingbar. Hierzu sind dauerhafte, robuste und hochauflösende Sensoren von entscheidender Bedeutung.


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