Das Mikroventil stieß auf das Interesse des Fraunhofer-Instituts für
Solare Energiesysteme ISE, das sich mit der Entwicklung von
Mikro-Brennstoffzellen befasste und die Hannover Messe 2000 für die
Suche nach geeigneten Komponenten nutzte. Dort wurde der
Technologiebedarf mit Vertretern der Initiative zum Technologietransfer
aus der Raumfahrt besprochen und es erfolgte die Vermittlung an die
Entwickler der Mikroventile. Diese waren damals am Institut für Mikro-
und Informationstechnik der Hahn-Schickard-Gesellschaft tätig und widmen
sich heute zusammen mit der Hoerbiger-Origa-Systems GmbH der
Serienreifmachung und Weiterentwicklung der Ventile.
Mikroventile für Mikro-Brennstoffzellen
Ob Camcorder, Organiser, tragbare Audiogeräte oder Industriesensoren -
entscheidend für diese Produkte ist eine zuverlässige, autarke
Energieversorgung. Entsprechende innovative Energiesysteme auf Basis
miniaturisierter Brennstoffzellen entwickelt die Fraunhofer-Initiative
Mikrobrennstoffzelle - ein Verbund aus sieben Fraunhofer-Instituten.
Mikro-Brennstoffzellen überzeugen gegenüber Batterien und Akkus durch
ihre hohe Energiedichte und eine lange Lebensdauer. Sie zeigen weder
Memory-Effekte noch Selbstentladung, haben eine sehr gute Ökobilanz und
das Potential einer kostengünstigen Fertigung. Ihre flexible Geometrie
erlaubt unterschiedlichste Anwendungen. Beispielhaft wurde ein
Brennstoffzellen-System entwickelt, das bei einem Camcorder den
üblicherweise verwendeten Akku vollständig ersetzt. Weiterhin wurde
bereits ein Notebook mit in das Gehäuse integrierten Brennstoffzellen
realisiert.
Abb.: Mikrobrennstoffzelle für
Camcorder. Der Metallhydridspeicher kann mehrfach wieder aufgeladen
werden.
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Ein getaktetes Mikroventil wird eingesetzt, um dem
Brennstoffzellen-Stapel dosiert Wasserstoff aus einem wiederaufladbaren
Metallhydridspeicher zuzuführen. Zwei Miniatur-Lüfter versorgen die
Brennstoffzelle mit Sauerstoff aus der Umgebungsluft.
Das enorme Marktwachstum für portable elektronische Geräte und damit
einhergehend die wachsenden Leistungsanforderungen an deren
Energieversorgung machen die Entwicklung solcher neuen Konzepte und
Lösungen immer dringlicher. Weitere interessante Anwendungsfelder für
Mikro-Brennstoffzellen tun sich neben den Consumer-Produkten auf in der
kabellosen Messtechnik, wie Umweltsensoren oder Staumeldern.
Für die Mikroventile selbst ist das Anwendungsspektrum noch viel weiter
und reicht von der Mess- und Analysetechnik bis zur Automatisierung.
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